Mila
Ein Freund sagte letztes Jahr im Frühling zu mir:
„du brauchst doch wieder dringend ein Katzentier! Eine Katze, und das sag ich dir nicht nur heute,- fördert und belebt deine Lebensfreude“!
So schaute ich schließlich auf der Website des „Elisabethenhofs“ rein,- und erblickte sogleich ein Kätzchen, sehr zart und fein! Ohne zu zögern, rief ich mit klopfendem Herzen an, und sofort war dann auch die Katzenbetreuerin dran.
Mein Partner und ich vereinbarten einen Besuch im Katzengehege, und wir fragten uns, ob wir es wohl noch schaffen würden, mit der Katzenpflege.
Schließlich waren wir schon älter und auch nicht mehr so ganz fit, doch positiv war, wir brachten Erfahrung in der Haustierbetreuung mit.
Als wir Beide sie dann besuchten im Katzenraum, erfüllte sich ein schöner Traum!
Sie kam auf uns zu, und schmiegte ihr Köpfchen in unsere Hand, ab diesem Moment war dann schon geknüpft ein zartes Band.
Sie wirkte so verletzlich und zutraulich zugleich, und wir waren berührt und unsere Herzen ganz weich! Nun hieß es abwarten und nochmal genauer überlegen, ob unser Vorhaben für alle werden kann, zum Segen!
Schließlich kam dann der Tag, an dem alles klar war, und wir alles vorbereitet hatten.
Transportkorb, Spielzeug, Lieblingsfutter, Kratzbaum- und auch weiche Matten!
Wir fuhren zum „Elisabethenhof“ und meldeten uns an,- dann kam die Betreuerin, und wir waren dran! Die kleine Katze wurde nochmal kurz durchgecheckt, dabei wirkte sie nicht ängstlich, sondern neugierig und aufgeweckt.
Die Betreuerin verabschiedete sich liebevoll und zärtlich von der Kleinen,-
Es war ein berührender Moment, fast zum Weinen! Mit ernstem Blick übergab sie uns dieses Wesen, und in ihren Augen war Freude und Schmerz, gemeinsam zu lesen!
Und auch, wie sehr sie sich wünschte für ihren Schützling ein gutes, sicheres Leben,
und auch, wieviel sie dafür schon an Zeit und an Liebe hatte gegeben!
Aus Yuma wurde nun Mila und sie fuhr ganz still mit uns nach Haus.
Hier angekommen, kroch sie mit großen fragenden Augen aus ihrem Transportkorb raus.
Erkundete alles, was sich in dem kleinen Zimmer befand,- und beschnupperte sogar meine Hand.
In der Nacht, ich schlief mit ihr in einem Raum, hatte sie wohl einen schlechten Traum.
Sie zappelte und das „Miau“ klang nach Weinen.
Tröstend streichelte ich das Köpfchen der Kleinen.
Nach einigen Tagen kam sie schon aus dem Zimmer raus, und sie erkundete mutig das ganze Haus.
Treppauf und Treppab, und der Kleiderschrank wurde erklommen, hatten wir eine kleine Wildkatze bekommen?
Doch schien sie das Leben in einem Haus nicht zu kennen, bei manchem Geräusch wollte sie nur noch in ihr Zimmer rennen.
Auch tat sie nie kund, ob sie hungrig war, oder irgendetwas anderes wollte,
wahrscheinlich hatte sie nie erfahren, dass ihr jemand Aufmerksamkeit zollte.
Mit ihren zwei Kitten, am Rand eines Ortes fand man sie, eine Heimat hatte sie vorher wohl nie!
So langsam gewöhnte sie sich aber bei uns ein, ganz selbstbewusst stolzierte sie nun von draußen rein. Sie weiß nun auch mit welchem „Miau“ sie uns erweicht, und sich damit von uns ein Leckerchen erschleicht!
Kleine süße Mila,
ja, manchmal machen wir uns Sorgen, wenn du zu lange draußen bist, dann wirst du von uns sehnlichst vermisst.
Doch wenn du dann plötzlich vor der Tür oder vor dem Fenster stehst, alle Bedenken du mit einem fröhlichen „Miau“ verwehst.
Manchmal weckst du mich morgens zärtlich, wenn es für dich Zeit wird, aufzustehn, und du genießt es dann, mit mir durch den Garten zu gehen.
Vorsichtig prüfst du, ob die Katze von Gegenüber wieder in Kampfeslaune ist, du schaust mich an, und du weißt, dass du nicht mehr alleine bist.
Nun leben wir schon ein,- und ein halbes Jahr mit dir, und du bist für uns ein „ganz besonderes Tier“.
Weil wir für dich sorgen dürfen, weil du uns vertrauen schenkst, weil du unsere Gedanken hin zur Liebe lenkst.







